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BAD KÖNIGSHOFEN

Millionen-Investitionen mitten in der Krise

Zeltbau-Unternehmen Eschenbach errichtet neues Bürogebäude – Acht neue Mitarbeiter eingestellt

Die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise macht der in Bad Königshofen ansässigen Firma Zeltbau Eschenbach weit weniger zu schaffen als anderen Unternehmen. Firmenchef James Eschenbach hat sogar noch genug finanziellen Spielraum, um ein schon seit längerem geplantes neues Bürogebäude zu errichten und neue Mitarbeiter einzustellen.

Rund 2,1 Millionen Euro investiert Eschenbach am Stammsitz seines Unternehmens am Hohen Markstein in einen zweigeschossigen Neubau mit rund 1000 Quadratmeter Nutzfläche, in den am Jahresende seine rund 30 Büromitarbeiter aus den bisherigen Räumen umziehen werden.

Neue Eingangssituation

Neben Einzelbüros wird das neue Verwaltungsgebäude über ein Großraumbüro, diverse Besprechungs- und Konferenzzimmer sowie eine Dachterrasse verfügen. Der Eingang erfolgt dann unmittelbar von der Zufahrtsstraße zum Betriebsgelände aus, so dass Ortsunkundige nicht mehr lange nach dem Zugang zum Betrieb suchen müssen.

Trotz allgemeiner Wirtschaftsflaute hat James Eschenbach, der in wenigen Wochen sein 40-jähriges „Unternehmer-Jubiläum“ begehen kann, nicht gezögert, das Millionen-Projekt in Angriff zu nehmen. „Auch wir bekommen die Krise natürlich zu spüren“, so Eschenbach. Die im vergangenen halben Jahr zu verzeichnenden Einbrüche beim Verkauf habe man aber durch eine deutliche Umsatzsteigerung im Segment Vermietung bislang ganz gut ausgleichen können.

Die Geschäfte laufen so gut, dass Eschenbach eine Reihe neuer Mitarbeiter einstellen konnte. „Seit Jahresbeginn waren es acht Arbeitskräfte, die bei uns neu angefangen haben und es könnten im Laufe der nächsten Monate durchaus noch ein paar mehr werden.“ Damit stieg die Zahl der in Bad Königshofen Beschäftigten nach Aussage des Firmenchefs auf fast 160. Zählt man Arbeiter und Angestellte in den Zweigniederlassungen und einigen weiteren zur Eschenbach-Gruppe zählenden Firmen dazu, sind es über 400 Menschen, die im Bad Königshöfer Zeltbau-Unternehmen direkt oder indirekt ihr Geld verdienen.

Der Neubau des Bürotraktes ist die dritte große Investition von Eschenbach binnen weniger Jahre. Über vier Millionen Euro waren zuvor schon in den Bau neuer Lager- und Fertigungsgebäude sowie eines 25 Meter hohen Turms, in dem die Zeltplanen getrocknet werden, geflossen. Zudem hat das Unternehmen vor knapp einem Jahr die Produktionsgebäude der nach Thüringen abgewanderten Maschinenbaufirma Köberlein & Seigert aufgekauft und in die eigene Firma integriert.

International aufgestellt

James Eschenbach sieht für seine Firma langfristig gute Perspektiven. Sein Unternehmen operiere schließlich schon lange nicht mehr nur auf dem deutschen Markt, sondern sei auch international gut aufgestellt. „Erst vor wenigen Wochen haben wir beim Konföderationen-Cup in Südafrika eine ganze Reihe Zelte aufgebaut und wir sind optimistisch, dass wir auch bei der Fußball-WM im nächsten Jahr zum Zuge kommen“, meint der 61-jährige Unternehmer.

Ein weiterer prestigeträchtiger Auftrag ist dagegen schon längst unter Dach und Fach: Bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft im August in Berlin werden Zelte aus Bad Königshofen zum Einsatz kommen.

Daten & Fakten

Zeltbau Eschenbach Mit fast 160 Mitarbeitern im Stammhaus am Hohen Markstein in Bad Königshofen ist Zeltbau Eschenbach seit dem Weggang von Köberlein & Seigert der größte Arbeitgeber in der Stadt. Der Grundstein für eines der führenden Zeltbau-Unternehmen in Europa wurde vor 28 Jahren gelegt. Seit einigen Jahren versorgt sich die Firma über ein Hackschnitzelkraftwerk selbst mit Heizenergie

 

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(reg) Die Eschenbach Zeltbau GmbH & Co. KG mit Sitz in Bad Königshofen zählt zu den führenden Zeltbau- Unternehmen in Europa. In dieser Woche noch bis einschließlich dem heutigen Samstag, 3. November, findet dort die 24. Hausmesse statt.

Neuheiten, Trends und Innovationen aus dem Hause Eschenbach – das ist vor allem für Eventmanager, Aussteller oder Unternehmen interessant, die für ein besonderes Ereignis Zelte, Hallen, Bühnensysteme und mehr benötigen. Als Hersteller und Komplettausstatter ist die Bad Königshöfer Firma mit Niederlassungen in Chemnitz, Leipzig und Stuttgart seit Jahren international erfolgreich – kein Wunder, dass sich bereits am ersten Tag der Hausmesse viele Kunden einfanden. „Die ersten Besucher am Morgen kamen aus Kroatien und Slowenien“, berichtet Andreas Todzi, zuständig für Projekt-Management und Marketing, der neben Chef James Eschenbach, Juniorchef Alexander Eschenbach und vielen Kollegen in dieser Woche voll im Einsatz sind.

Stolz kann die Firma Eschenbach-Zeltbau auf viele Projekte zurückblicken, unter anderem auf die Fußball-WM 2006, als über 35 000 Quadratmeter Zeltfläche aus Bad Königshofen zum Einsatz kamen. Auch bei anderen sportlichen Ereignissen hat die Firma für passende „Räume auf Zeit“ gesorgt. Zu den kommenden Projekten zählen der Biathlon-Weltcup in Ruhpolding 2008 und die Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich und in der Schweiz. Auch mit Südafrika steht man in Kontakt, wo bekanntlich die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 stattfinden wird.

Daten & Fakten

Zeltbau Eschenbach Das Betriebsgelände der Firma Zeltbau Eschenbach umfasst 180000 Quadratmeter, darauf sind Verwaltung, Produktionsanlagen, Trockenturm und ein Holzheizkraftwerk untergebracht. Auslandsvertretungen gibt es unter anderem in den USA, in Israel, Japan und in Osteuropa, wo der Markt einen Aufschwung erlebt.

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Zelte und Hallen aus dem Grabfeld für die Fußball-WM

Bad Königshofen/Rödelmaier (reg/eh) Ein bis zwei Betriebe im Monat möchten Landrat Thomas Habermann, Dr. Bernd Weiß, MdL, und Eduard Lintner, MdB, im Landkreis besuchen, um die direkten Kontakte mit den Inhabern zu pflegen. Nach der Devise "einmal anschauen ist besser als zehnmal erklärt" nahmen sie bei ihrer Tour nun in Bad Königshofen die Firma Eschenbach Zeltbau und in Rödelmaier Textilpflege Kirchner in Augenschein. Der persönliche Kontakt mit den Unternehmern gebe Gelegenheit, deren Sorgen, Nöte, Ideen und Verbesserungsvorschläge direkt zu hören. Nur wer gut informiert ist, könne vernünftig mitreden, sagte der Landrat. James Eschenbach und Sohn Alexander Eschenbach führten die Besuchergruppe durch den Betrieb und berichteten von den erfreulichen Umsatzzuwächsen in den vergangenen Jahren. Sie begrüßten den persönlichen Kontakt, dadurch würden Hemmschwellen abgebaut und man wisse, wen man bei Problemen oder neuen Ideen ansprechen könne.

Beeindruckt waren die Besucher von dem 180 000 Quadratmeter großen Gelände, auf dem gerade ein neues Planen-Logistikzentrum mit Trocknungsturm für rund 2,5 Millionen Euro gebaut wird. Verwaltung, Verkauf, Vermietung, Lager und Produktionsanlagen sind auf dem Firmengelände nach fertigungstechnischen und logistischen Gesichtspunkten angeordnet. Demnächst soll ein neues Bürogebäude entstehen, Investition: rund 600 000 Euro.

Die Eschenbach Zeltbau GmbH zählt zu den führenden Zeltbau-Unternehmen in Europa. Die Firma ist als Hersteller und Komplettausstatter mit Zelten, Hallen und Bühnensystemen international erfolgreich. Mit Hochdruck wird zurzeit an den Zelten für die Fußballweltmeisterschaft gearbeitet, denn die Firma hat feste Verträge für das Aufstellen von Zelten in Gelsenkirchen, Dortmund, Leipzig und Hannover und für den Verpflegungsbereich in allen zwölf Fußballstadien.

 

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Wenn die Schnitzel anbrennen dürfen

Bad Königshofen

Angesichts ständig steigender Öl- und Gaspreise überlegt sich nicht nur so mancher Privatmann, ob er seine Heizungsanlage auf einen anderen Energieträger umstellen soll. Auch immer mehr Unternehmer, die mit spitzem Bleistift rechnen müssen, denken darüber nach, wie sie ihre Heizkosten senken können.

Beispiel Zeltbau Eschenbach in Bad Königshofen: Seit 23 Jahren ist das Unternehmen in der Badestadt am Hohen Markstein ansässig - und genauso alt ist auch die Ölheizung, die in Fertigung und Büroräumen für Wärme sorgt. "Anfang der 80er Jahre war die Anlage durchaus modern und zeitgemäß. Doch heute ist sie angesichts veralteter Technik und vor allem der steigenden Ölpreise eher zu einer Belastung für das Unternehmen geworden," erklärt Klaus Derleth.

Der Bad Königshöfer Architekt wurde deshalb von Firmenchef James Eschenbach beauftragt, eine neue Heizungsanlage zu konzipieren, die einerseits wirtschaftlich, andererseits möglichst umweltschonend arbeiten soll. Schnell waren sich Bauherr und Planer einig, wohin der Weg gehen wird: Bereits in wenigen Tagen wird auf dem Firmengelände der Grundstein gelegt für ein 850 KW-Biomasse-Heizkraftwerk, das mit Holzhackschnitzeln befeuert wird. Mit der neuen Heizungsanlage könnten theoretisch 100 Einfamilienhäuser in Niedrigenergiebauweise mit Wärme versorgt werden.

Ein solches Kraftwerk hat nach Einschätzung von Klaus Derleth gleich mehrere Vorteile. Einerseits sei in deutschen Wäldern jede Menge Restholz, das für die Herstellung der Hackschnitzel benötigt wird, vorhanden. "Allein der Bad Königshöfer Stadtwald mit seinen 1300 Hektar könnte im Jahr über 1000 Tonnen Hackschnitzel liefern," schätzt der Architekt. Anderseits sei beim Brennstoff Holz in absehbarer Zeit nicht mit Preissteigerungen zu rechnen. Als weiteren Aspekt nennt Derleth die Umweltfreundlichkeit eines Biomasse-Kraftwerks. "Holz verbrennt CO2-neutral. Emissionen wie Staub, Kohlenmonoxyd oder Stickoxyd können durch technische Maßnahmen weit unter den festgelegten Grenzwerten gehalten werden."

Billig ist ein modernes Biomasse-Heizkraftwerk nicht. Der Architekt veranschlagt die Investitionen, die der Bauherr tätigen muss, auf "mehrere 100 000 Euro". Dafür bekommt er ein Heizhaus, in dem der Brenner steht, einen Schubboden, der den Brennstoff vollautomatisch zum Heizhaus transportiert, und ein Hackschnitzellager. Das ist mit seinen 1000 Kubikmetern Fassungsvermögen so bemessen, dass es maximal fünf Mal im Jahr aufgefüllt werden muss. "Der tägliche Aufwand für Wartung und Reinigung beläuft sich auf etwa eine Stunde," so Derleth. Das hätten die Erfahrungen mit bereits bestehenden Anlagen ähnlicher Größe gezeigt.

Das neue Heizkraftwerk der Firma Eschenbach ist so leistungsfähig, dass es locker einige benachbarte Firmen und Wohnblocks mitversorgen könnte. Derleth bestätigt, dass erste viel versprechende Gespräche mit Interessenten stattgefunden haben.

Es wird sogar daran gedacht, in absehbarer Zeit mit der Anlage Strom zu erzeugen und ins öffentliche Netz einzuspeisen. Hierzu ist der Einsatz eines so genannten Sterling-Motors erforderlich. Jährliche Stromerzeugung: bis zu 375000 Kilowattstunden.

Aufgrund des Strom-Einspeisegesetzes, das den Stromversorger zur Abnahme des "Öko-Stroms" zum Preis von 21 Cent pro Kilowattstunde verpflichtet, würde sich die zusätzliche Investition binnen weniger Jahre amortisieren. "Für den Investor rechnet sich das schnell, doch die Leute von E.on werden aufjaulen," schmunzelt Derleth.

 

 

 

 

 
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